App in den Laden? Shopping heute und morgen

Es ist kaum zu glauben, aber das Internet ist erst 25 Jahre alt, das iPhone feiert nächstes Jahr seinen zehnten Geburtstag, Apples App-Store und Googles Android-Betriebssystem gibt es seit 2008. Das Netz, Smartphones und Tablets haben nicht nur die Art, wie wir kommunizieren, verändert, sondern auch unsere Einkaufsgewohnheiten. Wir schauen uns an, wie sich das Einkaufen mit Apps stetig verändert und werfen einen Blick in die Kristallkugel.

Neue Features will der User

Fast 80 Prozent der deutschen Smartphone-User shoppen per App. Besonders beliebt sind die Kategorien Mode, Medien und Elektronik (jeweils über 40 Prozent). Mit jeder neuen und leistungsstärkeren Smartphone-Generation steigen die Erwartungen der Nutzer gegenüber den Apps. Eine Einkaufs-App, die genauso viel kann wie die Website des Anbieters, lockt längst niemanden mehr hinter dem Ofen hervor. Also entwickeln die Anbieter ihre kleinen Programme konsequent weiter und ergänzen sie mit immer neuen und innovativen Features.

Ein Beispiel: Die bereits 2013 hier von uns getestete Zalando-App, die es für iTunes, Android und Windows gibt, wurde seitdem um einige spannende Funktionen erweitert. Neben Dingen wie dem Barcodescanner und personalisierten Produktempfehlungen sticht vor allem die Kamerafunktion heraus: Mit ihr kann man auf der Straße erblickte Outfits fotografieren, die App sucht dann im Onlinestore nach diesen und ähnlichen Stücken. So kann man gewissermaßen draußen stöbern gehen, ohne dafür ein Geschäft zu betreten.

Ist VR die Zukunft?

In Zukunft soll es sogar möglich sein, Filialen zu besuchen, ohne die eigenen vier Wände zu verlassen. Das Zauberwort der Stunde heißt VR (Virtual Reality). Die leistungsstarken Brillen zum Erzeugen einer perfekten Raumillusion sind universell einsetzbar; neben Gaming, Forschung, Sport und Medizin ist auch eine Nutzung im Shoppingsektor möglich: Der chinesische E-Commerce-Gigant Alibaba stellte jüngst auf einer Veranstaltung in Shanghai sein virtuelles Shopkonzept Buy+ vor. Wenn es auf den Markt kommt, werden Nutzer durch virtuelle Geschäfte schlendern können und sich zum Beispiel den Sitz von Kleidungsstücken an virtuellen Models vorführen lassen können. Bis es aber soweit ist, nutzen wir weiter fleißig die vorhandenen Apps – die werden schließlich auch immer besser. Außerdem wird sich noch zeigen müssen, ob sich VR wirklich durchsetzt. Es wäre nicht das erste Mal, dass der Hype ebenso schnell wieder verschwindet, wie er heraufbeschworen wurde.


Bildrechte: Flickr Einkaufswagen Flat Design mit Pfeilen als Raketen Christoph Scholz CC BY SA 2.0 Bestimmte Rechte vorbehalten

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