2 Wege das neue Nexus 5 zu rooten

Mittlerweile dürften viele ihr neues Nexus 5 in Händen halten. Der eine oder andere macht sich vielleicht auch Gedanken, sein Gerät zu rooten, um Apps wie Titanium Backup nutzen zu können. Wer diesen Schritt nicht scheut, findet im Artikel 2 unterschiedliche Wege, an den Rootzugriff zu gelangen.

Wer sein Gerät rootet, sollte sich allerdings auch über einige Dinge im klaren sein. Nicht immer klappt alles, so wie man es gerne möchte und auch rechtliche Dinge sind zu beachten.

Wir können keine Gewähr für den Erfolg oder mögliche Schäden am Gerät übernehmen. Das Rooten erfolgt auf eigenes Risiko. Wer sein Gerät rootet, muss zudem mit der Gefahr leben, das die Garantie durch den Hersteller erlischt und ein möglicher, auch zukünftiger, Schaden während der Garantiezeit nicht kostenlos repariert wird.

Der erste Weg das Nexus 5 zu rooten

Im ersten Schritt muss eine Datei heruntergeladen werden, die dann auf dem Rechner ausgeführt wird. Diese findet ihr hier. Diese wird nun an einen beliebigen Ort auf dem Rechner entpackt.

Jetzt muss das Nexus in den bootloader/fastboot mode gebootet werden. Stellt vorab sicher, das das USB-Debugging in den Entwickleroptionen aktiviert ist. Ansonsten wird es vom Rechner nicht erkannt. Um in den fastboot mode zu gelangen, schaltet ihr das Gerät aus und startet es dann mit folgender Tastenkombination:
Drücke den Power, Volume Up und Volume Down Button gleichzeitig. Jetzt kann das Nexus 5 auch über USB Kabel mit dem Rechner verbunden werden. Die folgenden Schritte sind abhängig vom Betriebssystem.

Um das herunter geladene Script zu starten, muss die Konsole/das Terminal geöffnet werden.

  1. Windows
  2. Um das Script starten zu können, brauchen wir die Konsole, die unter Windows Eingabeaufforderung heißt. Ein Weg diese zu öffnen ist STRG-R, cmd.exe eintippen und Enter drücken. Etwas einfacher geht es allerdings über den Explorer. Dort navigiert ihr zum Order, in dem das Script liegt, drückt dann die Shift-Taste und klickt mit der rechten Maustaste auf den Ordner. Im Kontextmenü erscheint dann auch ein Eintrag „Eingabeaufforderung hier“. Natürlich lässt sich die Batch Datei auch durch Doppelklick im Explorer starten. Da es aber immer wieder vorkommt, das diese sich bei einem Fehler einfach schließt, kann man keine Fehlermeldungen lesen und tappt im Dunkeln.
    Tippt nun root-windows.bat ein und drückt Enter.

  3. Mac OS X
  4. Unter Mac sind 2 Befehle erforderlich. Startet das Terminal, wechselt in den Ordner, in dem das Script liegt und tippt dann nacheinander die beiden Befehlszeilen ein:
    chmod +x root-mac.sh
    ./root-mac.sh

  5. Linux
  6. Da der Mac auf Linux basiert, ist es hier recht ähnlich:
    chmod +x root-linux.sh
    ./root-linux.sh

Folgt nun einfach den Anweisungen des Scripts und in wenigen Sekunden ist euer Nexus 5 gerootet.
Wer dem Entwickler einen kleinen Obolus zukommen lassen möchte, kann das hier tun.


Der zweite Weg das Nexus 5 zu rooten

Bekanntermaßen führen natürlich viele Wege nach Rom und so verhält es sich auch mit dem Rooten des Nexus 5. Eine weitere Möglichkeit ist der Weg über die Konsole und TWRP (Team Win Recovery Project, Download Link). Ebenso sind Teile des Android SDK für das jeweilige Betriebssystem erforderlich. Im Ordner platform-tools befinden sich die Dateien adb und fastboot, von denen hier allerdings nur fastboot erforderlich ist. Diese können aber auch einzeln geladen werden. (Download Windows, Download Mac, Download Linux)

Nachdem die aktuelle Version vom TWRP geladen wurde, müssen folgende Schritte in der Konsole ausgeführt werden. Diese sind bei Windows, Mac und Linux identisch. Achtet aber auch hier darauf, das auf eurem Gerät das USB Debugging aktiviert ist.

  1. Bootet das Nexus in den Bootloader, wie auch beim ersten Weg
  2. Tippt im Terminal/Eingabeaufforderung folgendes ein:
    fastboot oem unlock (Mac und Linux ./fastboot oem unlock)
  3. Jetzt erfolgt das flashen vom TWRP mit folgendem Befehl:
    fastboot flash recovery openrecovery-twrp-2.6.3.4-hammerhead.img
    Beim Dateinamen des Image müsst ihr natürlich den der geladenen Version angeben. Vergesst beim Mac/Linux nicht das ./ voranzustellen.
  4. Im vorletzten Schritt werden mit folgender Zeile noch die Benutzerdaten gelöscht:
    fastboot erase userdata
  5. Wählt nun am Gerät mit den Lautstärketasten Recovery und drückt die Powertaste. Anschließend wird noch Reboot System gewählt.
  6. Nach dem Reboot beschwert sich TWRP noch über den fehlenden SU. Dafür wird Install am Gerät gewählt und die entsprechende Zip Datei, die sich auf der obersten Ebene der SD Speicherkarte befindet.

Damit ist auch der zweite mögliche Weg abgeschlossen und ihr habt ein gerootetes Nexus. Welcher der beiden Wege nun der bessere ist, mag jeder für sich selber entscheiden. TWRP bietet ein komplexes Recoverysystem, das auch Backups anlegen und wiederherstellen kann. Dies hab ich auch auf meinem Nexus 7 verwendet.

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