Der richtige Tarif für mobiles Internet

Egal ob Android Phone, Tablet, Windows Phone, iPhone oder iPad, mittlerweile benötigt so ziemlich jede App Internetzugriff. In den eigenen 4 Wänden ist in der Regel WLAN vorhanden. In freier Wildbahn sieht das jedoch anders aus. Auf was sollte man bei der Wahl des passenden Tarifs achten?

Zwar gibt es in Hotels, Restaurants, Cafés und immer mehr Kaufhäusern Hotspots, die Internet über WiFi liefern, aber die meisten Orte verlangen eine mobile Datenverbindung. Dank der zahlreichen Discounter gibt es unzählige Tarife, die jedoch die richtige Wahl deutlich schwerer machen. Jeder sollte sich zuvor ein paar Fragen beantworten und diese dann bei der Tarifwahl berücksichtigen. Auf eine Auflistung einzelner Tarife werden wir an dieser Stelle verzichten. Den einen Universaltarif gibt es ohnehin nicht und vermutlich ist die Liste schon nach wenigen Tagen nicht mehr aktuell. Das Internet bietet zahlreiche Anlaufstellen, die regelmäßig aktualisiert werden. Unter diesem Link ist eine der bekanntesten zu finden, die den meisten schon aus der TV Werbung bekannt sein dürfte.

Prepaid oder Vertrag

Die erste Frage, die man sich stellen sollte, ist die vertragliche Bindung. Vor einigen Jahren war es noch eine Frage des Preises. Tarife mit Laufzeit waren zumeist günstiger als Prepaid Tarife. Innerhalb des Portfolios eines Anbieter ist das zwar immer noch der Fall, anbieterübergreifend sieht das aber ganz anders aus. Nicht selten sind Tarife ohne vertragliche Bindung deutlich günstiger. Dafür bieten Vertragstarife gesponserte Hardware, über die man auch ohne Zuzahlung an die neuesten Flaggschiffe der Top Hersteller gelangt. Hier lohnt es sich, genau nachzurechnen. Wer sein neues Smartphone nicht bar zahlen kann oder möchte, kann über verschiedene Anbieter im Internet sein Wunschgerät auch finanzieren. Zu diesen Kosten werden dann die Tarifkosten für 24 Monate addiert. Der Vergleich der Endsummen zeigt schnell, welche Variante die günstigste ist.

Kostenlose SMS

Telefon, SMS und Internet

Ist die vertragliche Seite geklärt, kann es an den eigenen Tarif gehen. Bevor hier irgendwelche Tarifratgeber genutzt werden, sollte man ehrlich mit sich selbst sein und überlegen, was überhaupt benötigt wird. Ist aktuell noch ein Vertrag vorhanden, lohnt ein Blick in die Rechnungen der letzten Monate. Wieviel wurde telefoniert, wieviele SMS versendet und wieviele Megabyte hat das Smartphone aufgesaugt? Hier zeigt sich schnell, ob unbedingt eine Full Flat benötigt wird. Gerade SMS haben in den letzten Jahren zunehmend an Bedeutung verloren. Im Zeitalter von Facebook und WhatsApp werden Nachrichten viel häufiger über das Internet versendet. Allerdings heißt eine massive Nutzung dieser Dienste nicht automatisch auch ein hohes Highspeed Volumen. Einfache Nachrichten lassen sich auch problemlos mit GPRS Geschwindigkeit versenden. Sollen auch Bilder und Videos getauscht werden, sieht es schon wieder anders aus.

Sind Telefon und SMS nicht wichtig, eignen sich Tarife, die nur 50 oder 100 Freieinheiten bieten, im Gegenzug aber 1 oder mehr GB Highspeed Datenvolumen bieten.

Die Wahl des Netzbetreibers

Wer sich bei den günstigen Discountern umsieht, wird schnell feststellen, daß Vodafone und T-mobile Mangelware sind. Die meisten Angebote nutzen O2 oder Eplus als Netzbetreiber. Auch wenn diese beiden über die Telefonica zusammengeschlossen wurden, ist es nicht egal, welche Basis der Tarif nutzt. Zwar ermöglicht das National Roaming beiden Kunden das jeweils andere Netz zu nutzen. Dieses bezieht sich allerdings nur auf UMTS. O2 Kunden haben also einen leichten Vorteil. Ich selber hatte bis vor kurzem einen Base Tarif und bin jetzt zu O2 gewechselt. Der Empfang ist jetzt deutlich besser geworden. Der Grund dafür ist einfach. Mit Base könnte ich das gesamte Eplus Netz nutzen und gelegentlich das UMTS Netz von O2. Mit O2 hingegen nutze ich das immer besser werdende LTE Netz, sowie UMTS von O2 und Eplus. Das LTE Netz von Eplus ist nicht wirklich erwähnenswert.

Gerade für die Wahl des richtigen Netzes sollte die Abdeckung der Regionen gecheckt werden, in denen man sich hauptsächlich aufhält. Dafür bieten T-mobile, Vodafone, Eplus und O2 interaktive Karten, die separat die Abdeckung für GPRS, UMTS und LTE anzeigen.

Tarifmanager und Kundenservice

Ein Punkt, der bei der Wahl des Tarifs gerne mal außer Acht gelassen wird, ist der Service. Dieser besteht für mich nicht nur aus der Hotline. Nichts ist schlimmer, als das für jede Kleinigkeit Kontakt zum Kundenservice hergestellt werden muss. Tarifoptionen müssen über einen Tarifmanager nicht nur gebucht, sondern auch geändert und wieder abbestellt werden können. Die Zeit für eine Suche bei Google sollte man sich auf jeden Fall nehmen, damit der Tarif kein Reinfall wird. Ein einfaches „Anbieter Erfahrungen“ reicht vollkommen aus.

Werden all diese Fragen ehrlich beantwortet, fallen schon viele Tarife aus den Übersichten weg. Aus dem verbleibenden Rest kann dann der passende Tarif ausgewählt werden, mit dem sich die Lieblings-Apps mit dem Internet verbinden können.

Foto: © Picture-Factory – Fotolia.com

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