Preise für In-App Käufe müssen im Play Store künftig angegeben werden

Was im App Store von Apple schon seit geraumer Zeit üblich ist, soll nun auch im Play Store von Google Anwendung finden. Aber nicht nur die Angabe der Preisspannen wird ab dem 30. September zur Pflicht für Entwickler.

Einerseits ist es gut, das im Play Store so viele kostenlose Apps zu finden sind. Allerdings sind diese oft nur auf den ersten Blick gratis. Inhalte lassen sich bei vielen Spielen nur durch In-App Käufe freischalten oder sind ohne Zukäufe von Münzen, Diamanten und anderen Ingame-Währungen kaum zu schaffen. Hier und da mal 0,89 EUR zu investieren, tut den meisten nicht weh, wenn das Spiel wirklich Spaß macht. Aber einige Anbieter übertreiben es hier deutlich und haben Preisspannen, die sogar knapp an 100 EUR heran kommen. Dafür gibt es schon das beste PC- oder Konsolenspiel.


In-App Käufe müssen mit Preisen aufgeführt werden

Will ich im App Store eine App kaufen, dann kann ich schon vor dem Kauf die Rubrik In-App Käufe aufrufen und sehe dann, was mich ggf. erwartet, wenn ich mit einem Level nicht weiterkomme. In vielen Fällen sind das lediglich Münzen oder andere Währungen, die für Extras im Spiel benötigt werden. Es kommt aber auch vor, das Levelpakete freigeschaltet werden müssen. In dem Fall wäre das Spiel nie ohne den Einsatz von realem Geld komplett spielbar.

Ob ein Spiel oder eine App In-App Käufe enthält, wird bereits seit einiger Zeit im Play Store angezeigt. Eine detaillierte Übersicht fehlt jedoch bislang. Aufgrund der immer beliebter werdenden Freemium-Spiele, zu denen auch die meisten Aufbauspiele gehören, ist das sehr zu begrüßen. In-App Käufe haben sich hier zu einem eigenständigen Geschäftsmodell entwickelt und lassen ein Spiel oft deutlich teurer werden, als es bei einer Bezahl-App mit allen Inhalten der Fall wäre.

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Das ist jedoch nicht die einzige Veränderung für Entwickler, die Google ab dem 30. September 2014 zur Anwendung bringt.

Angabe der korrekten Adresse der Entwickler erforderlich

Ab dem 30. September müssen Entwickler ihre vollständige und korrekte Anschrift sichtbar für den Käufer angeben. Auf diese Weise möchte Google es Betrügern erschweren, ihre Apps an den Mann oder die Frau zu bringen. Vermutlich werden jene, die wirklich in betrügerischer Absicht handeln, auch dafür eine Lösung parat haben und ggf. einfach eine Fake Adresse angeben. Um das zu überprüfen, müsste Google jedem Entwickler einen Brief per Post schicken, der dann einen Code enthält, mit dem der Entwickleraccount freigeschaltet werden kann.

So verhindere ich In-App Käufe auf meinem Android Smartphone oder Tablet

Wer ganz sicher gehen will, das es keinerlei In-App Käufe auf seinem Gerät gibt, kann diese auch in den Einstellungen einschränken. Gänzlich deaktivieren ist leider noch immer nicht möglich. Zwar wird bei einem versehentlichen Kauf innerhalb einer App noch eine Abfrage von Google durchgeführt, ob man den Preis wirklich zahlen will. Aber schnell ist auch hier ein falscher Klick gesetzt und der Kauf durchgeführt. Eine zusätzliche Sicherheit ist die Möglichkeit, den Kauf innerhalb von 15 Minuten zu stornieren und das Geld zurückzuerhalten. Im Grunde sollte das genug Sicherheit sein. Wer aber absolut kein Risiko eingehen will, falls das Handy auch mal in Kinderhänden und dadurch keine permanente Kontrolle möglich ist, kann die folgenden Schritte durchführen.

in-app-pwStarte zunächst die Google Play Store App auf deinem Android Phone oder Tablet und rufe dann im Menü die Einstellungen auf. Hier findest du im Bereich der Nutzersteuerung den Eintrag Passwort für In-App Käufe erforderlich. Wird dieser angetippt, erscheint das neue Fenster aus dem Bild links. Ich habe hier die Option Für alle Käufe bei Google Play auf diesem Gerät gewählt. Wer das Passwort nicht kennt, kann keinen Kauf tätigen und dieses aus Versehen einzugeben dürfte wirklich schwer sein.

Schöner wäre zwar eine einfache Option, die In-App Käufe komplett zu deaktivieren, aber durch das Passwort sinkt das Risiko auch schon enorm.

Fotos: Screenshots

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