Die Vorteile einer eigenen, nativen App

Wer sein Smartphone intensiv und vor allem gewerblich nutzt, macht sich vermutlich auch Gedanken um eine eigene App. Aber muss es gleich eine native App sein oder reicht auch das Responsive Layout der eigenen Homepage. Zudem setzt die Entwicklung einer App deutlich mehr Programmierkenntnisse voraus als eine einfache Webseite.

Am besten fragt man sich hier selbst. Wenn ich einen Dienst nutzen möchte, reicht es mir dann, eine Webseite aufzurufen und ist mir eine echte App lieber? Diese kann Funktionen bereitstellen, die mit HTML und Co nicht möglich sind. Soll es tatsächlich eine App sein, dann stellt sich gleich die nächste Frage. Wie erstelle ich sie? Versuche ich mich selber daran oder doch lieber die App programmieren lassen?

Voraussetzungen für die App Entwicklung

Um eine App zu programmieren, sind bestimmte Voraussetzungen erforderlich. Abgesehen von den Programmierkenntnissen, die man sich noch aneignen kann, sind auch einige technische Voraussetzungen erforderlich. Wer beide großen Betriebssysteme abdecken möchte, muss zwangsläufig einen Mac besitzen. Während Android sowohl auf PC als auch Mac programmiert werden kann, erfordert eine iOS App das Mac Betriebssystem und Xcode. In diesem wird mit Objective C programmiert. Es gibt zwar viele alternative Entwicklungstools, aber alle setzen am Ende ein installiertes Xcode voraus, sobald die App signiert und in den App Store übertragen werden soll.

Android ist in dieser Beziehung etwas genügsamer. Es kann sowohl das Android Studio von Google genutzt werden als auch Programme von Drittanbietern. Bei vielen Entwicklern hat sich Eclipse bewährt. Sollen die Apps nicht allzu tief in das Betriebssystem eingreifen, dann können auch Cross-Plattform Umgebungen interessant sein. Mit diesen wird nur ein Quellcode erstellt und dann für beide Systeme compiliert. Ich nutze dafür gerne das kostenlose Appcelerator Studio. Leider wird in der kostenlosen Variante kein Designer angeboten, sodass sich das Layout einer App nicht per Drag&Drop erstellen lässt. Als Programmiersprache kommt JavaScript zum Einsatz, welches die meisten Webentwickler sicher beherrschen dürften. Etwas komplexer und mächtiger ist das Xamarin Studio von Microsoft. Hier kann ebenfalls für Android und iOS programmiert und compiliert werden. Als Programmiersprache kommt C++ zum Einsatz. Wer sich nicht an solche Sprachen traut, sollte vielleicht doch lieber die App erstellen lassen.

Was passiert mit der fertigen App?

Hat man die ersten Hürden überwunden und tatsächlich eine App fertiggestellt, dann geht es an die Veröffentlichung. Nicht wenige sind an dem Prozess gescheitert, die App mit allen nötigen Zertifikaten zu versehen und dann korrekt im jeweiligen Store zu veröffentlichen. Wie auf normalen Webseiten gelten auch hier zahlreiche rechtliche Vorschriften. Hat man sich von einem Dienstleister eine App entwickeln lassen, dann werden diese Schritte und die nachträgliche Betreuung in der Regel übernommen und man braucht sich keine Gedanken zu machen.

Eine weitere Hürde ist das Marketing. Nur weil eine App im Store ist, heißt das noch lange nicht, dass diese auch gefunden und geladen wird. Sie verschwindet in der Regel in der Versenkung hinter Millionen anderer Apps. Sie muss also außerhalb des Stores erwähnt werden. Das kann zum Beispiel durch einen Review auf Appoid oder einer anderen Seite erfolgen oder durch Preissenkungen und Aktionen. Das erfordert allerdings Koordination und Manpower, die an anderer Stelle fehlen wird. Um sich um sein Kerngeschäft kümmern zu können, sollte man vielleicht doch die App entwickeln lassen und sich auf das Wesentliche konzentrieren.

Fazit:
Wer sich an die Programmierung einer eigenen App machen will, muss einige Hürden überwinden. Wer Spaß an der Sache hat, findet genügend Plattformen, mit denen er entwickeln und auf denen er sich austoben kann. So lassen sich Erfahrungen sammeln und vielleicht entwickelt sich so sogar eine echte Karriere. Wer allerdings Geld mit seinen Diensten verdienen muss, der sollte sich besser auf das Wesentliche konzentrieren und seine Manpower nicht mit Dingen verbrauchen, die viel Zeit und damit auch Geld kosten.

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