Was tun, wenn die Handyrechnung zu teuer ausfällt?

Für viele ist die monatliche Handyabrechnung ein Moment des Schreckens. Zusätzlich zu den Grundgebühren sind wieder hohe Kosten angefallen und so fällt die Rechnung deutlich höher aus als erwartet. Die Gründe hierfür sind vielfältig. Gerade die modernen Smartphones bieten viele Möglichkeiten, unbemerkt hohe Gebühren zu erzeugen.

Quelle: Pixabay / PexelsPixabay-Lizenz

Die Verbraucherzentrale warnt vor Kostenfallen, die in Zusammenhang mit Mobiltelefonen auftreten. Doch welche Präventivmaßnahmen gibt es, um einen solchen Fall zu verhindern?

Aus diesen Kosten setzt sich die Handyrechnung zusammen

Grundsätzlich setzt sich die Rechnung aus vier verschiedenen Bestandteilen zusammen. Zunächst ist dies die Grundgebühr, die im Rahmen des Vertrags anfällt. Diese ist jeden Monat exakt gleich und kann nicht beeinflusst werden, außer es wird ein Vertragswechsel vorgenommen. Dann gibt es die individuellen Kosten für die Datennutzung, Telefongebühren sowie den Nachrichtenversand. Diese werden je nach Verbrauch abgerechnet, es sei denn, der Vertrag beinhaltet eine sogenannte Flat-Rate. Bei einer Flat ist die Nutzung in der Grundgebühr integriert, sodass keinerlei zusätzliche Kosten für die betreffende Leistung anfallen.

Den richtigen Handytarif wählen

Der erste Schritt, um die zu hohen Kosten in den Griff zu bekommen, sollte eine Kontrolle des Vertrags sein. Nicht immer ist der Handyvertrag mit der niedrigsten Monatsgebühr wirklich der günstigste. Gleiches gilt für Handytarife mit Allnet-Flat, denn diese haben meist sehr hohe monatliche Grundgebühren.

Der Weg zum passenden Handytarif beginnt mit der Analyse der eigenen Situation. Dafür sind die Daten vom Smartphone sowie die letzten Rechnungen notwendig. Anhand der Rechnung ist schnell ersichtlich, welcher Posten für die Kostenexplosion sorgt. Ist es die Grundgebühr oder eine der Leistungen wie die SMS oder die Datennutzung? Im zweiten Schritt wird auf dem Handy der monatliche Datenverkehr kontrolliert. Anhand dieses Wertes ist es möglich zu erkennen, wie groß das Datenpaket sein muss.

Mit diesen Informationen ist es dann möglich, über einen Preisvergleich einen passenden Handyvertrag zu finden. Wer viel telefoniert und SMS verschickt, sollte einen Vertrag mit Allnet-Flat wählen. Wer sein Smartphone primär im WLAN nutzt und kaum telefoniert, fährt mit einem Vertrag mit niedriger Grundgebühr und hohen Telefonkosten meist besser.

Datenverbrauch – häufiger Faktor für hohe Kosten

Ein Großteil der Mobilfunkverträge bietet keine Daten-Flat. Üblich ist, dass eine bestimmte Menge an Traffic pro Monat frei ist. Dies wird als Datenpaket bezeichnet. Übersteigt die verbrauchte Datenmenge dieses Paket, muss jedes zusätzlich Megabyte bezahlt werden. Wie hoch die Gebühren dafür sind, geht aus dem Vertrag hervor.

Gerade das Smartphone ist in der Lage, schnell hohen Datenmengen zu erzeugen. Da ist zum einen das Surfen und besonders Videos schauen auf YouTube. Zum anderen sorgen auch Updates und Apps für einen ständigen Datenaustausch. Wer sein Handy beispielsweise für die Navigation nutzt, lädt schnell eine Menge Datenmaterial von Google Maps oder einem anderen Kartenanbieter runter.

Die Lösung ist, den eigenen Datenverkehr besser zu kontrollieren. Über die Betriebssysteme der Handys ist es möglich, den Datenverbrauch des aktuellen Monats abzurufen. Auf diese Weise kann sofort erkannt werden, wann das kostenfreie Datenkontingent aufgebracht ist. Hilfreich sind auch Apps wie Call Meter NG, mit denen die Telefonkosten kontrolliert werden können. Eine Alternative kann sein, den Vertrag zu wechseln. Wer nicht auf die Datennutzung verzichten kann oder will und monatlich sehr hohe Kosten hat, der fährt mit einer Daten-Flat wahrscheinlich günstiger. Außerdem entfällt dann die zeitraubende und nervige Selbstkontrolle.

Kostenfalle Ausland – Roaming-Gebühren vermeiden

Wer mit seinem Smartphone im Ausland unterwegs ist, kennt die Probleme, die damit einhergehen. Im Ausland übernehmen andere Netzanbieter die Bereitstellung der Dienste und verlangen hierfür Roaming-Gebühren. Innerhalb der EU sind diese Kosten mittlerweile reguliert. Dennoch fallen auch hier Gebühren an. Außerhalb der EU können schnell horrende Kosten auflaufen, besonders bei der Datennutzung.

Es gibt zwei Möglichkeiten, dies zu verhindern. Einerseits bieten die Betriebssysteme der Mobiltelefone die Möglichkeit, die Datennutzung komplett abzuschalten. Dann steht das Internet am Smartphone nicht mehr zur Verfügung. Andererseits bieten sich Handys mit Dual-SIM an, wenn häufiger Auslandsaufenthalte anstehen. Dann kann im betreffenden Land eine Prepaid-Karte erworben und ins Handy eingeschoben werden. Dies ist in den meisten Fällen deutlich günstiger und alle Funktionen stehen weiterhin zur Verfügung.

Kommentar verfassen

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Scroll to Top