Wie haben sich Smartphones in den letzten Jahren geändert?

Mit dem ersten iPhone hat Apple einen Hype losgetreten und das Smartphone salonfähig gemacht. Seitdem hat es sich stetig weiter entwickelt und dabei im Laufe der Jahre auch einige Features verloren.

Quelle: pexels.com

In den ersten Jahren haben Smartphones einen rasanten Wandel durchgemacht. Immer größere Displays, höhere Auflösungen, schnellere CPUs, zusätzliche GPUs, mehr Akkuleistung, mehr RAM, mehr Speicher und besserer Klang. In fast allen Bereichen wurden aber mittlerweile Grenzen erreicht, die derzeit physikalisch noch nicht zu überwinden sind oder einfach keinen Sinn mehr machen. Display sind mittlerweile gestochen scharf und eine weitere Erhöhung der Auflösung macht keinen Sinn, da man die Verbesserungen nicht mehr wahrnehmen würde. Auch die Erhöhung der Frequenz ist nur für Nerds und Nitpicker. Der normale User würde den Unterschied selbst dann nicht erkennen, wenn die Geräte nebeneinander liegen würden. Das größte Problem, das sich derzeit aber nicht ändern lässt, ist die Akkukapazität. Da bilden Smartphone jedoch keine Ausnahme. In vielen Bereichen haben wir heute mit der Speicherung von Energie unsere Probleme. Man denke nur an Elektroautos, die mangelnde Reichweite und die langen Ladezeiten. Es gibt aber auch Bereiche, in denen eingespart oder ein Feature wegrationalisiert wurde.

Fehlender Anschluss für Kopfhörer

Wenn man sich in diversen Foren umsieht, gibt es nicht wenige, die den Klinkenanschluss für den Kopfhörer vermissen. Natürlich gibt es immer noch aktuelle Modelle, die dieses Feature bieten, aber man sucht sich sein Gerät in der Regel nach wichtigeren Kriterien aus. Natürlich gibt es moderne Headsets wie die HUAWEI Freebuds und andere leistungsfähige Geräte, die über Bluetooth verbunden werden. Aber es gibt Menschen, die sich keine Gedanken machen wollen, ob das Headset gerade aufgeladen und einsatzbereit ist. Wer ein gutes kabelgebundenes Headset oder einen Kopfhörer besitzt und diesen auch weiterhin benutzen will, muss zusätzlich einen Bluetoothadapter nutzen, der einen Anschluss für Klinkenstecker besitzt und sich über Bluetooth mit dem Smartphone verbindet.

Fehlendes Netzteil

Es ist noch nicht lange her, da hat Apple angekündigt, künftig keine Netzteile mehr beizulegen. Die Begründung war, dass ohnehin jeder mindestens ein Ladegerät besitzt. Ob das wirklich der Grund ist oder einfach nach weiteren Einsparmöglichkeiten und Gewinnmaximierung gesucht wird, sei einfach mal dahingestellt. Es passt natürlich perfekt in die derzeitige Gedankenwelt der Nutzer, die sich permanent mit dem Klimawandel beschäftigen. Im Grunde kann man dem auch gar nicht widersprechen. Es lässt sich Abfall vermeiden und Ressourcen einsparen, wenn man kein unnötiges Zubehör beilegt. Aus eigener Erfahrung kann ich sagen, dass ich in den meisten Fällen die Netzteile gar nicht auspacke, da ich eigene Geräte mit mehreren Anschlüssen besitze oder ein aktives USB Hub am Rechner zum Laden nutze. Und damit bin ich sicher kein Einzelfall.

Im Gegensatz zu den ersten Geräten, die oft eigene Stecker verwendeten und untereinander nicht kompatibel waren, hat man es heute in erster Linie mit Micro USB, bei neueren Geräten mit USB-C und bei Apple derzeit noch mit Lightning zu tun. Künftig setzt Apple allerdings auch auf USB-C, wie es bei MacBooks und meine iPad Pro bereits der Fall ist. Allerdings hat Apple bei den MacBooks auf seine Nutzer gehört und wird künftig wieder auf den MagSafe setzen.

Keine physischen Knöpfe

Man ist es heute noch gewohnt, die Lautstärke mit physischen Tasten zu ändern und das Gerät über einen Knopf ein- oder auszuschalten. Frühere Geräte hatten allerdings noch weitere Buttons. So ist es noch gar nicht lange her, dass man einen physischen Homebutton hatte, den auch heute noch einige Geräte in Verbindung mit einem Fingerabdrucksensor nutzen. Mittlerweile wird dieser Sensor aber auch in den Powerbutton oder direkt in das Display integriert oder man verzichtet komplett und setzt auf Gesichtserkennung.

Dazu gab es auch noch Buttons für das Menü und Zurück. Diese realen Knöpfe waren insbesondere dann wichtig, wenn eine App das gerät zum Absturz gebracht hat und das Display nicht mehr reagierte. Das waren auch meine größten Bedenken, als ich das erste Gerät ohne diese Steuerungselemente gekauft habe. Letztlich hatte ich aber nie Probleme mit den fehlenden Knöpfen. Auch eine abgestürzte App ließ sich immer mit virtuellen Knöpfen oder Gesten beseitigen.

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