Weitere Strafzahlung in der Igaming-Branche

Die Lizenz- und Aufsichtsbehörden der verschiedenen europäischen Mitgliedstaaten sind dafür zuständig die Glücksspielaktivitäten im eigenen Land zu regulieren und zu beaufsichtigen. Werden Vorschriften nicht eingehalten oder werden Dienstleistungen widerrechtlich angeboten kann dies zu heftigen Strafzahlungen führen.

Bereits die zweite Strafe 2019

Erst vor kurzer Zeit war der Igaming-Riese Kindred negativ aufgefallen. So hatte die Kindred-Gruppe, zu der unter anderem das bekannte Online und Live-Casino Unibet gehört erst im Juni dieses Jahres Schlagzeilen im Vereinigten Königreich gemacht. Die dortige Aufsichtsbehörde, die UKGC (UK Gambling Commission) hat festgestellt, dass Unibet keine ausreichenden Maßnahmen zur Prävention von Geldwäsche und zum Spielerschutz implementiert hat.

Im Detail ging es es einen Kunden, der insgesamt über 600.000 Britische Pfund gesetzt hat. Anscheinend schlugen beim Anbieter keine Alarmglocken, was zumindest eine gründliche Prüfung erfordert hätte.

Allerdings kann die Kindred-Gruppe hier von Glück im Unglück sprechen, denn die UKGC hat nach eingehender Prüfung entschieden, dass es sich um einen isolierten Einzelfall handelt. Für Kindred bedeutet dies, dass die Lizenz weiterhin erhalten bleibt, dennoch wurde eine Gesamtstrafe von 1,7 Millionen Pfund verhängt.

Kindred muss erneut Strafe zahlen

Bereits zwei Monate später ist die Kindred-Gruppe erneut in den Schlagzeilen, wieder einmal wegen einer Strafzahlung. Auch in diesem Fall ist der Operator Unibet betroffen. Allerdings gestaltet sich der Fall dieses Mal etwas anders, denn hier geht es nicht um einen Verstoß gegen Lizenzauflagen und Vorschriften, sondern einfach und simpel darum, dass der Anbieter seine Dienstleistungen illegal in einem EU-Mitgliedstaat angeboten hat.

Die niederländische Aufsichtsbehörde, die Kansspielautoriteit (KSA), hat den Operator mit einer 6-stelligen Strafe belegt. Der Grund dafür ist laut Kansspelautoriteit, dass der Anbieter ohne eine Lizenz für die Niederlande zu besitzen, Kunden das Spielen von dort aus ermöglicht hat.

Die Behörde behauptet, Unibet.eu habe den beliebten niederländischen Zahlungsdienstleister iDeal genutzt, um Zahlungen dort abzuwickeln. Weiterhin habe der Anbieter den Kunden einen Chat-Service auf holländisch angeboten. Diese beiden Punkte sind für die Kansspelautoriteit Grund genug, den Operator mit einer Strafe von 470.000 EUR zu belegen.

Trannel International Ltd., ein Tochterunternehmen der Kindred-Gruppe mit Hauptsitz in Malta ist verantwortlich für das Flaggschiff-Projekt Unibet und muss somit die Verantwortung für die Vorfälle übernehmen. Ein weiterer Punkt für die KSA jedoch ist die Tatsache, dass die Niederlande nicht explizit als Land in den AGB’s ausgeschlossen wurden.

Weiteres Vorgehen der KSA

Schon zu Beginn des Monats hatte die KSA hart durchgegriffen und die Marke Bwin der GVC Holding-Gruppe mit einer Strafe von 350.000 EUR belegt. Weitere Anbieter könnten folgen. Die KSA hat weiterhin angekündigt auch gegen die Affiliate-Partner der Anbieter und Operator vorzugehen und die Strafen für illegal angebotene Dienstleistungen im Land mit noch höheren Strafen zu belegen.

Offiziell will die KSA den niederländischen Markt 2021 öffnen und Lizenzen vergeben. Der Bewerbungsprozess dafür beginnt am Juli 2020 und laut der KSA gibt es schon über 200 Interessenten, darunter auch die Kindred-Gruppe. Ob dieser Vorfall Auswirkungen auf die Bewerbung haben wird, wird sich zeigen. Anbieter wie Casinovergleichen.de sind allerdings auf der sicheren Seite, da diese nur legale Angebote bewerben.

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